29.12.05

Datenreproduktion

Im Frühjahr 1980 stellte Christoph von Wängen in der Kunsthalle Köln unter dem Titel „Datenreproduktion“ aus. 10 mal 10 mit einem Schwarzweiß-Kopierer entstandene Motive auf DIN-A4-Blättern. Die ursprünglichen Motive, zumeist Werbung oder Akten, wurden teilweise bis zur Unkenntlichkeit modifiziert, teilweise fast im Original belassen.

A5

1982 trat von Wängen noch einmal in Erscheinung. Im Rahmen der Performance „Datenvernichtung“ in der Kunstakademie Düsseldorf fertigte er vor Publikum 100 Motive auf einem Kopierer an. Diese wurden zunächst mit Hilfe eines Episkop auf eine Leinwand projiziert, anschließend von Bernd Störtler mit Hilfe eines Papierschredders vernichtet.

H9

Hannes Kennige schrieb über „Datenreproduktion":
Ähnlich einem Schachbrett ist die Ausstellungsfläche des Kölner Künstlers Christoph von Wängens zu sehen. In 10 mal 10 Reihen, wobei die waagrechten von 1 bis 10 durchnummeriert, die senkrechten mit A bis J bezeichnet sind – jeweils beim Koordinatenursprung beginnend, sind seine 100 DIN-A4-Seiten aufgehängt. Die Namen der Bilder sind jeweils die Koordinaten.

Die Motive, zum größten Teil collagiert oder anderweitig von der Vorlage abweichend, stets aber mit Hilfe eines Schwarzweiß-Kopiergerätes angefertigt, zeigen Werbung, Titelblätter, Nachrichtenmeldungen und Personen. Der gewählte Titel stehe sinnbildlich für die Reproduktion eines schon vorhandenen Dokuments und der endlosen, einfachen Vervielfältigungsmöglichkeit der Werke. (...)

E10

Bei den hier gezeigten Bildern handelt es sich um von von Wängen exklusiv digitalisierte Motive.

(Institut Wiesner/C. von Wängen)

2 Comments:

Blogger Dr. Schwingmus said...

Das ist VISIONÄR!!!

29 Dezember, 2005 01:25  
Blogger Institut Wiesner said...

Das war es 1980.
Ob das auch heute noch zutrifft, liegt natürlich im Auge des Betrachters.

29 Dezember, 2005 01:44  

Kommentar veröffentlichen

<< Home