24.4.06

Veranstaltungshinweis

R.N. Weiler
Live
Samstag 03.06.2006, 22:00 Uhr – 08:00 Uhr(!)
Kulturhaus Milbertshofen, kleiner Saal

Vom 05.02. bis zum 10.02.1982 und vom 21.06 bis zum 08.07.1982 zeichnete der Münchner Aktionskünstler R.N. Weiler in seinem Heimstudio die Klänge für das Musikprojekt „Serie 1“ auf. „Serie 1“ umfasste 100 Kassetten mit je 2 x 30 min Musik.

Jede davon mit individuellen Klängen! Jede Kassette ein Unikat!

Die 100 Stunden Musik umfassen, nach Angaben R.N. Weilers, u.a. eigene Klavier- und Flötenkompositionen, Experimente mit Effektgeräten und veränderte oder unveränderte Stücke anderer Künstler.


Stunde 76 (Einzige Kassette im Besitz des Künstlers)


Nun – über 20 Jahre später – möchte R.N. Weiler mit „Serie 2“ beginnen. Wieder soll der Zyklus 100 Stunden Musik und 100 einzigartige Tonträger umfassen.

Am Abend des 03.06.2006 werden die Aufnahmen für die ersten 10 Stunden Musik stattfinden. Abgeschlossen sein soll das Werk am 01.01.2010 und die finalen 10 Stunden live in der vorangegangenen Silvesternacht aufgezeichnet werden.


Sollten Sie Interesse am Besuch dieser Veranstaltung oder weiterer Informationen haben, setzen Sie sich bitte mit uns per E-Mail in Verbindung.

(Institut Wiesner)

14.2.06

A. Schnittlauch: Anschauliches


"Schmerztherapie", Albin Schnittlauch, 2006

(Institut Wiesner/A. Schnittlauch)

250000 Bildpunkte III





















"Mond und Tod 2"

Einblicke in die Kunstfotografie Raimund Düblers.

(Institut Wiesner/R. Dübler)

9.2.06

Erinnerungen

In der Zeit seines Bestehens 1982 bis 1994 war das „Schreiber“, eine Mischung aus Wirtshaus und Café, dem Institut Wiesner immer wieder netter Besuchsort für gemeinsame Gesprächsrunden, den in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Wiesner-Stammtischen.












Interessante Unterhaltungen, gemeinsame Überlegungen, Entwicklung neuer Konzepte – und das jeweils bis weit in die Nacht. Dazu gute Getränke und vorzügliche Speisen aus der Hausküche. Die etwa 10, später leider etwas weniger, Anwesenden profitierten von den Wiesner-Gesprächen, wie sie anschließend jeweils zu berichten wussten, ganz ungemein.

Richard E., langjähriger Freund des Wirthaus-Besitzers Arnold Schreiber, konnte sogar mehrfach – genauer gesagt, 4 mal zwischen 1985 und 1993 - einen Präsentationsabend arrangieren, wobei den anwesenden Gästen – nach Zählungen des Gastwirtes sollen es jeweils mehrere 100 (!) gewesen sein - Bilder, Filme (Projektionen) und Schriftwerke (Lesungen) präsentiert wurden.









Impressionen von Zenobias Trauthmann

Der schwere Duft von Pfeifenrauch, Tabakblättern und Kaffee umwallte mich, nachdem ich die schwere Holzpforte aufgetan hatte. Im inneren der Gaststätte herrschte reger Betrieb; um mich herum wuselten Kellner und die Luft war erfüllt von Stimmengewirr.
Ich war ein paar Minuten zu spät, und es dauerte, bis ich die Versammlung gefunden hatte.
Sie hatte sich im hintersten Abteil des Speisesaals angesiedelt. Es war eine runde Nische, in der ein ovaler, ausladender Eichentisch stand, an dem fast zehn Leute Platz fanden.
Alle waren sie versammelt: Die Begründer, die Mitbegründer, die ehrenamtlichen Mitarbeiter und auch die engsten Freunde des Hauses, zu denen auch ich gehörte.
Königsfeld, der Institutgründer, paffte an seiner langhubigen Pfeife, deren leicht bläulicher Rauch im Schein des Deckenlüsters sichtbar wurde.
Alle Blicke waren auf mich gerichtet.
"Das Institut Wiesner grüßt!", sagte Königsfeld wohl gesonnen. "Auch, wenn Sie zu spät sind." Zu meiner größten Erleichterung sagte er das mit einem Lächeln auf den Lippen.
"Das Institut Wiesner grüßt!", wiederholten die übrigen Anwesenden.
Ich nahm auf dem letzten freien Stuhl platz und genoss die urige, heimelige Atmosphäre der Runde. Der findige Kellner, der meine Ankunft aus der Ferne mitverfolgt hatte, eilte herbei, zückte seinen Block und seinen Stift, und nahm meine Bestellung auf.
Ich orderte - wie der Rest der Rund auch - ein großes Jubelbier.
Das war unser Standartgetränk. Und in diesem Lokal war es besonders gut; frisch gezapft und von nussbraunem Schaum gekrönt.
Mit langsamen Schlucken trank ich die Schaumkrone von meinem Bierglas ab und blickte in die Runde.
Jetzt, da wir vollzählig waren, konnten die Debatten beginnen.
Königsfeld räusperte sich.
"Liebe Freunde des Hauses."
Mit diesem Satz begann er immer.


(Institut Wiesner/Müller/Trauthmann)

31.12.05

250000 Bildpunkte II

Wir wünschen Ihnen alles Gute, Glück und Gesundheit für's neue Jahr.


"Schall und Rauch"

Einblicke in die Kunstfotografie Raimund Düblers.

(Institut Wiesner/R. Dübler)

29.12.05

Datenreproduktion

Im Frühjahr 1980 stellte Christoph von Wängen in der Kunsthalle Köln unter dem Titel „Datenreproduktion“ aus. 10 mal 10 mit einem Schwarzweiß-Kopierer entstandene Motive auf DIN-A4-Blättern. Die ursprünglichen Motive, zumeist Werbung oder Akten, wurden teilweise bis zur Unkenntlichkeit modifiziert, teilweise fast im Original belassen.

A5

1982 trat von Wängen noch einmal in Erscheinung. Im Rahmen der Performance „Datenvernichtung“ in der Kunstakademie Düsseldorf fertigte er vor Publikum 100 Motive auf einem Kopierer an. Diese wurden zunächst mit Hilfe eines Episkop auf eine Leinwand projiziert, anschließend von Bernd Störtler mit Hilfe eines Papierschredders vernichtet.

H9

Hannes Kennige schrieb über „Datenreproduktion":
Ähnlich einem Schachbrett ist die Ausstellungsfläche des Kölner Künstlers Christoph von Wängens zu sehen. In 10 mal 10 Reihen, wobei die waagrechten von 1 bis 10 durchnummeriert, die senkrechten mit A bis J bezeichnet sind – jeweils beim Koordinatenursprung beginnend, sind seine 100 DIN-A4-Seiten aufgehängt. Die Namen der Bilder sind jeweils die Koordinaten.

Die Motive, zum größten Teil collagiert oder anderweitig von der Vorlage abweichend, stets aber mit Hilfe eines Schwarzweiß-Kopiergerätes angefertigt, zeigen Werbung, Titelblätter, Nachrichtenmeldungen und Personen. Der gewählte Titel stehe sinnbildlich für die Reproduktion eines schon vorhandenen Dokuments und der endlosen, einfachen Vervielfältigungsmöglichkeit der Werke. (...)

E10

Bei den hier gezeigten Bildern handelt es sich um von von Wängen exklusiv digitalisierte Motive.

(Institut Wiesner/C. von Wängen)

24.12.05

Frohe Weihnachten

Liebe Leser,
liebe Freunde des Hauses,

wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Institut Wiesner

(Institut Wiesner)

28.11.05

Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft


















Plakat 1985

(Institut Wiesner/M. Bröhl)